Batterie, Aufziehautomatik oder zum Selbst Aufziehen – die wichtigsten Unterschiede

Kienzle UhrenAuf dem vielfältigen und kaum überschaubaren Uhrenmarkt gibt es einige Unterschiede, was die angebotenen Armbanduhren und Wanduhren angeht. Das betrifft nicht nur ihr Design und Aussehen, oder die verwendeten Materialien der einzelnen Uhren, sondern auch ihre Antriebsart. Zum einen sind wohl die gängigsten Modelle auf dem Uhrenmarkt batteriebetrieben, und besitzen entweder ein Quarzuhrwerk oder Funkuhrwerk, das elektromechanisch oder elektronisch funktionieren kann. Zum anderen gibt es aber auch einige Uhren, insbesondere Vintage-Modelle, die selbst aufgezogen werden müssen, weil sie über ein mechanisches Federwerk laufen. Eine modernere Lösung ist heute allerdings für viele Nutzer die Automatik-Armbanduhr, die sich bei Bewegungen ihres Trägers praktischerweise von selbst aufziehen kann.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Batterie, Aufziehautomatik oder zum Selbst Aufziehen – die wichtigsten UnterschiedeDass

  • batteriebetriebene Uhren,
  • Modelle mit Aufziehautomatik und
  • Uhren zum Selbst Aufziehen

sich stark unterscheiden, ist klar.

Doch welche Unterschiede beinhalten sie, und welche Modelle sind vorteilhafter?

Solche Fragen stellen sich die meisten Nutzer, wenn sie durch das so vielfältige Uhrenangebot des Marktes wühlen und dabei sehr verwirrt oder zumindest etwas überrumpelt werden. Deshalb finden Sie nachfolgend einige der wichtigsten Unterschiede:

Modell Hinweise
Batteriebetriebene Uhren Bei batteriebetriebenen Uhren mit Quarzwerk oder Funkuhrwerk werden Teile des sonst völlig mechanischen Uhrwerks mit Hilfe von elektromechanischen Kontakten oder Elektromagneten gesteuert und in Bewegung gehalten. Dadurch lassen sich die sonst so komplizierten und fein abgestimmten mechanischen Uhrwerke immens vereinfachen, was nicht nur eine günstigere Herstellung ermöglicht, sondern auch zur Folge hat, dass mit weniger Energie eine längere Laufzeit der Uhren ermöglicht werden kann.

Batteriebetriebene Uhren haben sich außerdem mit der Zeit als wesentlich genauer erwiesen, was ihre Ganggenauigkeit betrifft. Da diese bei mechanischen Uhren oftmals an die Antriebskraft gekoppelt war, schlichen sich bei solchen Uhren nicht selten Ungenauigkeiten ein, die sehr oft per Hand korrigiert werden mussten. Das ist bei batteriebetriebenen Uhren nicht mehr der Fall.

Automatikuhren Generell gilt es über Automatikuhren und deren Uhrwerk zu wissen, dass diese mechanisch laufen. Damit mechanische Uhrwerke aber überhaupt in Bewegung kommen, ist eine gewisse Kraft nötig, die in der Zugfeder des Uhrwerks gespeichert wird. Das Besondere an einer Uhr mit Aufziehautomatik ist, dass die Bewegungen des Uhrenträgers dazu genutzt werden, eben diese Zugfeder zu spannen. Hier spielt die Schwerkraft eine wichtige Rolle, die bei jeder Bewegung eine Schwungmasse den Erdmittelpunkt anstreben lässt. Die Bewegungsenergie, die dadurch entsteht, wird von einer winzigen Getriebekette an die Zugfeder weitergeleitet. Dadurch spannt diese sich und sorgt dafür, dass die Uhr weiterläuft.
Uhren zum Selbst Aufziehen Neben den beliebten Automatikuhren und handelsüblichen, batteriebetriebenen Modellen gibt es aber immer noch einige Stücke auf dem Markt, die von Hand selbst aufgezogen werden müssen. Meistens handelt es sich hierbei um Vintage-Uhren, Sammleruhren oder traditionsreiche Stücke mit mechanischem Uhrwerk. Solche Uhren sind genauso wie Automatikuhren mit einem Federwerk ausgestattet. Der Unterschied liegt hierbei aber darin, dass dieses sich nicht durch Bewegungen des Trägers von selbst spannt, sondern per Hand immer wieder nachgespannt werden muss. Das geschieht durch das manuelle Drehen der Aufzugskrone der Uhr, die sich direkt an dem Gehäusekorpus befindet.

Dreht man an der Aufzugskrone, wird die Feder des Uhrwerks gespannt. Die so gespeicherte Energie treibt dann das gesamte Uhrwerk an, wenn die Zugfeder sich nach und nach entspannt und mit der Zeit wieder in ihre Ausgangsform zurückkehrt. Damit eine solche Uhr stets richtig läuft, ist das regelmäßige Aufziehen von großer Bedeutung.

Jede Variante bietet viele Vorteile

Weiß man erst einmal, wie die einzelnen Varianten funktionieren, ist der Kaufentscheidung oft noch nicht gänzlich geholfen. Denn viele Nutzer fragen sich, mit welchem Modell man die meisten Vorteile erhält, und was zu dem eigenen Lebensstil am besten passen könnte.

Aus diesem Grund haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile der einzelnen Antriebsweisen für Sie zusammengestellt:

Vor- und Nachteile einer batteriebetriebenen Uhr

  • Mit batteriebetriebenen Uhren erhält der Anwender den Vorteil, sich kaum oder zumindest recht selten um den Antrieb der Uhr kümmern zu müssen – denn den Erfahrungen nach entlädt sich eine Batterie für Uhren recht langsam, und muss daher nicht allzu oft gewechselt werden.
  • Im Durchschnitt reicht eine handelsübliche Batterie für Uhren dazu aus, eine Armband- oder Wanduhr mehrere Monate oder sogar mehr als ein Jahr anzutreiben.
  • Dadurch, dass batteriebetriebene Modelle eine weniger aufwändige Mechanik besitzen, sind sie außerdem meist viel günstiger, als rein mechanische Uhren oder Automatik-Varianten.
  • Ein weiterer ihrer Vorteile ist, dass die teilweise elektrisch angetriebenen Uhrwerke eine präzisere Ganggenauigkeit vorweisen können.
  • Batterie muss irgendwann gewechselt werden

Vor- und Nachteile einer Automatikuhr

  • Der wohl offensichtlichste Vorteil von Uhren mit Aufzieh-Automatik ist, dass mit jeder auch nur unbewussten Bewegung ihres Trägers die Zugfeder aufgezogen, beziehungsweise gespannt wird. Dadurch kommt es beim regelmäßigen Tragen der Uhr so gut wie nie zu einem Stillstand der Mechanik – sodass der Nutzer sich keine Gedanken um den Batteriewechsel oder das manuelle Aufziehen machen muss.
  • Von Modell zu Modell kann die Gangreserve variieren, das heißt die Zeit, in der die Uhr nicht getragen werden muss, ohne dabei stehen zu bleiben.
  • Ein eher unscheinbarer Vorteil von Automatikuhren ist die Anzahl an Batterien, die man sich im Laufe der Jahre ersparen kann. Das ist nicht nur ein (wenn auch kleiner) Umweltschutzfaktor, sondern betrifft auch den Geldbeutel, wenn man alle Batterien eines batteriebetriebenen Modells über die Jahre zusammenrechnen würde.
  • Es ist allerdings notwendig, dass das Stück regelmäßig getragen wird.

Vor- und Nachteile einer Uhr zum selbst aufziehen

  • Die Uhren zum Selbst Aufziehen bieten die Kontrolle des Nutzers selbst. Denn bei batteriebetriebenen Varianten weiß man nie so genau, wann die Batterie einmal leergeht, und die Uhr zwangsweise stehen bleibt. Das kann in verschiedenen Versionen für den Nutzer sehr ärgerlich werden.
  • Mit einer Uhr zum Aufziehen kann das nicht passieren, wenn man selbst eher diszipliniert mit dem Gerät umgeht, und dieses regelmäßig manuell aufzieht – denn man hat in etwa im Gefühl, wie viel Energie durch das Aufziehen in der Zugfeder gespeichert wurde.
  • Was die meisten Nutzer an Uhren zum Selbst Aufziehen stört, ist, dass man diese sehr regelmäßig aufziehen muss. Das ersparen sich viele Anwender lieber, indem sie sich preiswerte Uhren mit Batteriebetrieb oder einer Aufziehautomatik gönnen.

Tipp! Egal für welche Antriebsweise Sie sich nun in ihrer nächsten Uhr entscheiden, jede Variante bietet ihre ganz eigenen Vorteile, und passt sich den unterschiedlichsten Geschmäckern und Lebensstilen an.

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