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Normen von wasserdichten Uhren

TaucheruhrenAuf den ersten Blick wirken die Bezeichnungen einleuchtend. Eine Uhr, die laut Hersteller bis zehn Meter wasserdicht ist, sollte problemlos im Pool oder unter der Dusche getragen werden können. Erst im Nachhinein fällt einem dann auf, dass die Uhr anfängt zu beschlagen. Gerade bei billigen Kinderuhren, besteht zudem die Möglichkeit eines Wassereintritts. Nun mag es für einen 5-jährigen ein Heidenspaß sein, wenn sich seine Armbanduhr in ein Aquarium verwandelt. Eltern teilen diese Freude wahrscheinlich nur bedingt. Es ist deswegen von Vorteil, einmal einen Blick darauf zu werfen, wann eine wasserdichte Uhr auch dicht ist.

Angaben zur Wasserdichte

Normen von wasserdichten UhrenWasserdichte wird in unterschiedlichen Werten angegeben, wie

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  • Meter,
  • Bar und
  • ATM.

Meter ist die vertrauteste Maßeinheit, die jedem bekannt ist. Bar ist ebenfalls vielen bekannt. Sie werden aber in erster Linie mit Autoreifen in Verbindung gebracht.

Schwieriger wird es bei ATM. Wer jetzt versucht, Google zu bemühen, bekommt die Geldautomaten der Umgebung angezeigt. Dies hat nichts mit wasserdichten Uhren zu tun. In diesem Fall steht ATM aber für den atmosphärischen Druck auf Höhe des Meeresspiegels.

Das alles klingt komplizierter als es ist. Gerade ein Vergleich der drei Werte ist einfacher als am Anfang gedacht. Deswegen möchten wir Ihnen hier eine kleine Hilfe an die Hand geben.

Meter Bar ATM
10 1 1

Der Einfachheit halber bleiben wir aber bei Meter. Wenn auf einer Uhr steht “zehn Meter wasserdicht” bedeutet dies nicht, dass sie bis 10 Meter unter Wasser dicht ist. Es beschreibt lediglich, unter welchem Druck die Uhren getestet wurden. Die folgende Übersicht soll hier helfen.

Wassertiefe Einteilung Aktivitäten
<10 Meter Spritzwassergeschützt Händewaschen, Sport, Regen
<50 Meter Wasserdicht Autowaschen, Abwasch, Schwimmen, Schnorcheln,
200 Meter > Taucheruhren Tauchen und sämtliche Wasseraktivitäten

Der Unterschied zwischen wasserdicht und Taucheruhr

Uhren die, als wasserdicht gelten, sind nicht automatisch als Taucheruhr geeignet. Für wasserdichte Uhren reicht es bereits aus, bis maximal einen Meter unter der Oberfläche dem Wasserdruck standzuhalten.

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Taucheruhren hingegen müssen neben einer Wasserdichte bis mindestens 200 Meter  noch andere Kriterien erfüllen. Einerseits muss das Zifferblatt der Uhr auch bei Dunkelheit bis 25 Zentimeter lesbar sein. Es ist aber ebenfalls wichtig, dass eine Taucheruhr über eine Lünette verfügt. Die Dies ist eine drehbare Umrandung des Zifferblattes.

Material für wasserdichte Uhren

Ein Großteil der wasserdichten Uhren besteht aus einem Metall oder Kunststoffgehäuse. Die Krone hingegen aus Glas oder Kunststoff. Die am weitesten verbreiteten Materialien zur Abdichtung einer Uhr sind Gummi oder Kork, welche an der Innenseite des Gehäuses befestigt werden. Die Wasserdichte muss aber regelmäßig überprüft werden. Dichtungen trocknen aus, werden spröde und nutzen sich ab.

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Weitere Abnutzungsfaktoren sind

  • Schweiß
  • Salzwasser
  • hohe Temperaturen

Tipp: Es empfiehlt sich, einmal jährlich bei einem Uhrmacher die Uhr auf seine Wasserdichte zu überprüfen. Für den Fall, dass die Dichtung Schwächen aufweist, muss diese erneuert werden.

Der Unterschied zwischen DIN und ISO

Was bei der Suche nach wasserdichten Uhren ebenfalls auffällt, sind die verschiedenen Normen. DIN 8310 und DIN 8306 auf der einen Seite und ISO 22810:2010 sowie ISO 6425:2018. Hierbei betreffen die Normen DIN 8310 und ISO 22810:2010 wasserdichte Uhren. Die Normen DIN 8306 und ISO 6425:2018 hingegen Taucheruhren, welche höhere Anforderungen erfüllen müssen. DIN steht für die deutschen Normen und dürfte den meisten Menschen vertraut sein. ISO ist das internationale Pendant dazu. Vor allem bei ausländischen Marken wird ISO häufiger verwendet.

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Vor- und Nachteile von solchen Normen

  • einheitliche Werte
  • leicht vergleichbar
  • hohe Verlässlichkeit für den Kunden
  • teilweise verwirrende Bezeichnungen

Warum Normen für wasserdichte Uhren wichtig sind

Wasserdichte Uhren sind im Prinzip Allzweck-Uhren. Sie können durchgehend getragen werden. Es müssen sich keine Gedanken darüber gemacht werden, ob sie beim Duschen oder Spülen getragen werden kann. Die Normen geben Käufern und Besitzern von wasserdichten Uhren eine Übersicht, was genau sie mit der jeweiligen Armbanduhr machen dürfen.

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Am Anfang mag dies etwas verwirrend sein, aber nach kurzem Einlesen ist dies einfacher als gedacht. Es bewahrt davor, dass die teuren Zeitmesser Schaden nehmen. Für die meisten Menschen dürften wasserdichte Uhren ausreichend sein. Wer seine Armbanduhr allerdings regelmäßig zum Schwimmen oder Tauchen tragen möchte, dem ist eine Taucheruhr zu empfehlen.

Bildnachweise: Adobe Stock / Tunatura, Amazon/ Dugena

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