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Uhr überdreht – was nun?

Franterd UhrenLange Zeit waren sie das Nonplusultra auf dem Uhrenmarkt: Aufziehuhren galten als zuverlässiger Zeitmesser und wurden von beinahe jedem Hersteller gefertigt. Mit Etablierung der Uhrenbatterie hat sich das verändert. Heute sind sogenannte Aufziehuhren nur noch sehr selten zu finden und das obwohl sie durchaus ihre Vorzüge bieten. Wer noch eine Aufziehuhr hat, weiß aber auch, wie empfindlich die Bedienung ist. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Aufziehen achten müssen und wie Sie vorgehen, wenn eine Uhr überdreht wurde.

Aufziehen erfolgt über eine spezielle Krone

Uhr überdreht - was nun?Die ersten Aufziehuhren wurden mit Hilfe eines speziellen Schlüssels in Gang gesetzt. Erst ab 1845 gab es eine Krone zum Aufziehen der Uhr. Diese Aufzugskrone wurde von Patek Philippe entwickelte und brachte einen hohen Anwendungskomfort.

Damit Sie die Uhr

  • sicher aufziehen und
  • dabei nicht beschädigen,

sollten Sie diese immer abnehmen. Bleibt die Uhr am Handgelenk, laufen Sie Gefahr, dass Sie unbeabsichtigt so stark drücken, dass das Innere der Uhr Schaden nimmt. Wenn Sie den Zeitmesser aber abgenommen haben, können Sie diesen recht vorsichtig bedienen.

TIPP: Bemühen Sie sich immer um ein gleichmäßiges Drehen und Aufziehen der Krone. Dadurch schonen Sie Mechanik und Materialien und Sie erhöhen damit die Lebensdauer.

Aufgedreht wird eine Uhr vorsichtig immer im Uhrzeigersinn. Irgendwann kommen Sie nach einigen Drehungen an den Punkt, an dem die Uhr nicht weiter aufgezogen werden kann. In diesem Fall ist die Feder ausreichend gespannt. Sie sollten dann unbedingt vermeiden, weiter zu drehen, denn sonst können Sie die Mechanik überdrehen und die Uhr funktioniert dann nicht mehr.

Welche Fehler können beim Aufziehen passieren?

Es können beim Aufziehen unterschiedliche Fehler unterlaufen, die dann auch nachhaltig Schaden an der Uhr anrichten:

Problem Hinweise
Krone wird in die falsche Richtung gedreht Wie erwähnt, muss die Uhr immer im Uhrzeigersinn aufgezogen werden. Wird falsch herum gedreht, kann dies nachhaltig die Uhr beschädigen, führt aber nicht zwangsläufig sofort zu einer Funktionsbeeinträchtigung.
Krone wird überdreht Wird die Krone überdreht, funktioniert die Uhr nicht mehr richtig. Wenn Sie auf die Mechanik der Uhr achten, ist das nicht möglich, denn es erfordert sehr viel Kraft die Krone zu überdrehen.
Sie üben zu viel Druck aus Damit die Uhr aufgezogen wird, setzt die Krone empfindliche Bauteile im Inneren in Gang. Üben Sie beim Drehen aber zu viel Druck aus, besteht immer die Gefahr, dass diese Teile im Inneren brechen und nicht mehr richtig funktionieren.

Die Uhr braucht übrigens immer gleich viele Drehungen bis sie vollständig aufgezogen ist. Wenn Sie also eine Aufziehuhr schon lange in Ihrem Besitz haben und auch häufiger nutzen, wissen Sie irgendwann, wie viele Drehungen der Krone erforderlich sind. Bei älteren Uhrenmodellen lässt die Spannkraft der Federn immer ein wenig nach, weshalb Sie die Uhr dann häufiger aufziehen müssen.

Tipp: Aufziehuhren müssen in der Regel einmal am Tag aufgezogen werden. Es gibt meistens keine längere Gangreserve. Wenn Sie die Uhren täglich nutzen möchten, sollten Sie die Uhr möglichst immer zur gleichen Zeit aufziehen, sodass hier eine gewisse Routine entsteht.

Vor- und Nachteile einer Aufziehuhr

Heute sind Aufziehuhren an sich nur noch selten zu finden, bieten aber entscheidende Vorteile bei der Anwendung:

  • kein Batteriewechsel erforderlich
  • versprühen gewisses Nostalgieflair
  • leicht anzuwenden
  • wirken meist sehr edel
  • sind langlebig und können immer wieder neu aufgezogen werden
  • Gangreserve reicht meist nur für einen Tag

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